Energiesparen dank eines schlauen Armbands

Prototyp des Wristify-Armbandszur Wäremregulierung (Foto: MIT)

Prototyp des Wristify-Armbands
zur Wäremregulierung (Foto: MIT)

Kurios oder sensationell? Vier MIT-Studenten habe ein Armband entwickelt, das dem menschlichen Körper Wärme vorgaukelt und so Strom sparen helfen könnte. Dafür nutzen die Studenten einen physiologischen Trick: ein thermischer Reiz auf einer stark durchbluteten Hautpartie wie etwa dem Handgelenk, kann dem gesamten Körper dauerhaft das Gefühl von Wärme oder Kälte geben. Und das selbst dann, wenn die objektive Umgebung kühler oder wärmer ist. Praktisch wäre das besonders für diejenigen, die bei den aus Energiespargründen empfohlenen 18-20 Grad Raumtemperatur immer noch frösteln. Sie könnten Strom und damit Geld sparen und sich wohlfühlen. Im Sommer ließen sich mit dem Armband die Kosten für Klimaanlagen senken.

Und so funktioniert das Ganze:

Das Armband misst kontinuierlich die Luft- und Hauttemperatur. Mittels kurzer thermischer Impulse kühlt oder wärmt es eine kleine Fläche am Handgelenk. Die kleinen, schnellen Temperaturwechsel dieser stark durchbluteten Körperregion führen zu einer geänderten Temperaturwahrnehmung. Ausreichend, so ergaben Tests, ist dabei eine punktuelle Änderung von 0,4 Grad pro Sekunde. Das hält auch den Energieverbrauch des Armbands in überschaubarem Rahmen. Der Körper empfindet diesen kleinen Temperaturreiz als eine Erwärmung um mehrere Grad.  Ebenso gut wie die wärmenden Impulse funktionieren Kältereize. In die Zukunft gedacht, ließ sich dadurch in der Sommerzeit der Einsatz von Klimaanlagen reduzieren.

Bereits der Prototyp der vier Studenten funktionierte. Mit ihm gewannen sie im vergangenen Jahr den „Making And Design Materials Engenieering Competition“, einen mit 10.000 Dollar dotierten Preis des renommierten MIT gewonnen. Motiviert von diesem Erfolg haben sie die Firma embr labs gegründet und versuchen nun mit ihrem Produkt die Markttreife zu erreichen. Und die scheint immer näher zu rücken. Ihr Armband Wristify schaffte es in das Finale des von Intel ausgelobten „Make it wearable“ Wettbewerbs. Mit den 50.000 USD Preisgeld wollen die findigen Studenten ihr Produkt weiterentwickeln.

Wearables sind Kleidungsstücke oder andere Accessoires, die direkt am Körper getragen werden und über ein Computersystem verfügen, etwa Armbanduhren, die ständig den Puls messen.

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