Tschüss Glühlampe, hallo LED!

LED-Lampen

Bis 2009 war die Glühbirne in deutschen Haushalten allgegenwärtig. In der Anschaffung war sie günstig, ihr Licht wurde als angenehm empfunden. Der EU-Plan zur schrittweisen Abschaffung der Glühlampe ist daher in der Bevölkerung nicht immer auf Gegenliebe gestoßen. In der Anfangsphase kam es geradezu zu Hamsterkäufen: Zehn Millionen Glühbirnen mehr als sonst wanderten in der ersten Jahreshälfte 2009 über den Ladentisch. Dabei ist die klassische Glühlampe als Leuchtmittel ausgesprochen ineffizient. Gerade einmal fünf Prozent der eingesetzten Energie werden in Licht umgewandelt, der Rest strahlt als Wärme in den Raum ab. Auch die Lebensdauer ist mit durchschnittlich 1.000 Stunden nicht eben hoch.

Energiesparlampen: Kaltes Licht und das Quecksilber-Problem

Mit den Nachfolge-Modellen der Glühlampe wurden viele Konsumenten jedoch nicht warm: Energiesparlampen werden nach dem Einschalten nicht sofort hell, geben vergleichsweise kaltes Licht ab und enthalten überdies Quecksilber. Eine Alternative ohne das giftige Metall sind Halogenlampen, die in ihrem Funktionsprinzip der Glühlampe ähneln, jedoch eine längere Lebensdauer aufweisen und im Vergleich zur Glühlampe etwa 30 Prozent an Energie einsparen. Doch auch sie sind neuerdings von der Ökodesign-Richtlinie betroffen. Bestimmte Halogenlampen mit einer geringen Effizienz dürfen seit September 2016 nicht mehr in den Handel gebracht werden. Die Zukunft dürfte damit der LED-Lampe gehören.

Die LED-Lampe: Langlebig, sparsam – und nicht mehr ganz so teuer

Leuchtdioden, kurz LED genannt, erreichen im Vergleich zu ihren Konkurrenten die höchste Energieeffizienz: Gegenüber herkömmlichen Glühbirnen spart man mit LEDs etwa 80 – 90 Prozent an Energie ein. Ihre Lebensdauer erreicht Werte von etwa 25.000 Stunden – was einer ununterbrochenen Leuchtdauer von knapp drei Jahren entspricht. Ihre Lichtqualität wird im Vergleich zur Energiesparlampe als angenehmer empfunden. Und auch ihr früheres Manko – der hohe Preis – hat sich mittlerweile relativiert, selbst Marken-LEDs sind heute für deutlich weniger als zehn Euro zu haben. Hier erhalten Sie weitere Tipps für den Kauf von LED-Lampen.

90 Euro jährliche Ersparnis durch LED-Lampen

Um die Leistung verschiedener Leuchtmittel miteinander zu vergleichen, ist die Watt-Anzahl wenig aussagekräftig. Man zieht stattdessen den sogenannten Lichtstrom heran, der die Einheit Lumen hat. Im Vergleich zur Halogen- und zur Glühlampe hat die LED-Lampe das weitaus höchste Einsparungspotential.

Das macht sich auch bei der Stromrechnung bezahlt: Etwa zehn Prozent der gesamten Stromkosten gehen in unseren Haushalten auf Kosten der Beleuchtung. Ersetzt man sämtliche Leuchtmittel durch LED-Lampen, so würde sich die jährliche Stromrechnung um immerhin acht Prozent verringern. Für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt mit jährlichen Stromkosten von 1.150 Euro beträgt die Ersparnis etwa 90 Euro – setzt man derzeitige Strompreise voraus. Sollte sich das Strompreis-Niveau in den kommenden Jahren weiter erhöhen, so dürfte das auch der Beliebtheit der LED-Lampe auf die Sprünge helfen. Die gute alte Glühlampe wird damit endgültig zum Museumsstück.

2 Kommentare

  1. Pingback: Sparsamkeit bei der Weihnachtsbeleuchtung durch gestiegene Stromkosten

  2. Pingback: Studie: Die größten Stromverbraucher Deutschlands

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.