Stromsparen im 4-Personen-Haushalt

Stromsparen in einem 4-Personen-Haushalt – geht das überhaupt noch? Statistisch betrachtet ist doch der Stromverbrauch pro Kopf umso geringer, je mehr Personen in einem Haushalt leben. Richtig, aber Möglichkeiten zum Stromsparen gibt es überall. Und wer Strom spart, der spart auch Kosten.

Von Kilowattstunden zu Kosten

Ein 4-Personen-Haushalt in Deutschland verbraucht im Schnitt etwa 4.100 Kilowattstunden. Nochmal 1.800 kWh kommen hinzu, wenn die Warmwasserbereitung per Strom durchgeführt wird, was dann 5.900 kWh pro Jahr ergibt. Wird dem nun ein Grundpreis von 28,7 Cent pro Kilowattstunde zugrunde gelegt, entstehen jährliche Ausgaben von 1.177 Euro bzw. 1.693 Euro mit Warmwasserbereitung. Es stellt sich aber zusätzlich noch die Frage, ob diese vier Personen im Ein- oder Mehrfamilienhaus leben. Im ersten Fall kann der Stromverbrauch dann nochmal deutlich höher angesiedelt sein. Das kann zugleich aber auch bedeuten, dass hier die Einsparpotenziale größer sind.

Um das herauszufinden, sollte mal ein Blick in den Keller geworfen werden. Tut dort nämlich noch eine veraltete und meist völlig überdimensionierte Heizungsumwälzpumpe ihren Dienst, dann ist das ein guter Ansatzpunkt zum Stromsparen. Moderne Hocheffizienzpumpen kommen mit deutlich weniger Energie aus. Darüber hinaus laufen sie nicht ständig, sondern nur dann, wenn sie auch benötigt werden. Ein Austausch kann sich bereits in weniger als 2 Jahren amortisieren.

Wechsel einer Glühbirne

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Ein weiterer Punkt ist die Beleuchtung. Je mehr Personen und je mehr Räume, desto mehr Energie wird für die Beleuchtung aufgewendet. Glüh- oder Halogenlampen, die pro Tag länger als eine Stunde leuchten, sollten durch Energiesparlampen oder LED-Leuchten ausgetauscht werden. Eine LED kommt beispielsweise mit 12 Watt aus, um eine Glühbirne mit 60 Watt voll und ganz zu ersetzen. Diese verbrauchen aber nicht nur einen Bruchteil der Energie, sondern bieten zudem eine wesentlich längere Lebensdauer. Besonders empfehlenswert ist daher natürlich auch der komplette Austausch aller Leuchtmittel, zumal die Glühlampe ohnehin weitestgehend vom Markt verschwunden ist.

Ein nicht zu unterschätzender Stromfresser in Mehrpersonenhaushalten ist der Standby-Modus an Elektrogeräten. Das gilt vor allem für den Bereich der Unterhaltungselektronik. Meist stehen in einem solchen Haushalt auch gleich mehrere Fernseher, was die Stromkosten entsprechend vervielfacht. Hier kann eine Steckdosenleiste mit Ein- und Ausschalter Abhilfe schaffen, um bequem gleich mehrere Geräte wie z.B. auch die Stereoanlage komplett vom Netz zu trennen. Auch der heimische PC muss nicht den ganzen Tag laufen, auch wenn ihn sich mehrere Personen teilen. Moderne Betriebssysteme verfügen über einen Energiesparmodus, der wahlweise Monitor, Grafikkarte oder Festplatte abschaltet. Bildschirmschoner sind übrigens ein Relikt aus der Zeit der Röhrenmonitore und können daher getrost deinstalliert werden. Sie veranlassen lediglich die Grafikkarte zu einem viel zu hohen Stromverbrauch.

Netzteile von Schnurlostelefonen, Router oder DSL-Modem oder dem Kabel-Reciever sind meist das ganze Jahr aktiv. Aber auch geringe Strommengen führen übers Jahr zu stattlichen Beträgen. Drei 10-Watt-Netzteile verbrauchen 0,03 Kilowatt je Stunde. Nach 365 Tagen, also 8760 Stunden sind das 262,8 kWh. Bei dem oben genannten Strompreis von 28,7 ct/kWh kommen so über 75 Euro zusammen! Schon beim Kurzurlaub sollten Sie diese Verbraucher also vom Netz nehmen oder vielleicht auf 1-2 Geräte verzichten.

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