Was ist Wasserenergie?

Hier entsteht Wasserenergie

Hier entsteht Wasserenergie
Foto © virginia43 /pixelio.de

Unter dem Begriff „Wasserenergie“ versteht man die Energie vom Wasser. Diese Energie kann auf verschiedene Weisen genutzt werden: Entweder zum Antrieb von Maschinen, zur Energiegewinnung durch Geothermie oder als Treibstoff für wasserstoffbetriebene Fahrzeuge. Im Zuge der Energiewende hat die Energiegewinnung durch Wasserkraft einen ganz neuen Stellenwert bekommen. Besonders hervorzuheben ist dabei die Geothermie, bei der dem Wasser die Wärme (Energie) entzogen und zum Heizen genutzt wird. Doch es gibt auch klassische Wasserwerke, die einen großen Beitrag zur Stromgewinnung beitragen und dadurch den Energiebedarf von Millionen von Haushalten abdecken.

Seit wann gibt es Wasserenergie und wie entsteht sie?

Die Wasserenergie gehört zu den ältesten Energiequellen der Welt – ihre Geschichte begann dank Wasserrädern und Wassermühlen bereits im Altertum. Seit ungefähr 100 Jahren wird die Wasserenergie auch zur Stromerzeugung eingesetzt. Wasserkraftwerke nutzen z.B. ausschließlich Wasserströmungen, die in einem Stausee oder einem Fluss in Form von Gefällen entstehen. Auch der Wasserdampf, der in den Ozeanen entsteht, wird für Energieversorgung genutzt. Das Wasser verdunstet, verwandelt sich in Regen und kommt anschließend wieder in den Ozeanen und Flüssen an. Aus diesem Grund beziehen die Wasserkraftwerke ihre Strömungsenergie durch Speicher- oder Laufwasserkraftwerke. In Wasserkraftwerken wird das Wasser „aufgehoben“ und anschließend über Rohrleitungen oder Kanäle zu den Turbinen transportiert, die für die Stromerzeugung sorgen. Ein wichtiger Vorteil der Wasserenergie ist, dass bei der Stromerzeugung nur ein geringer Teil der Energie verloren geht.

Geothermie – eine weitere Form von Wasserenergie

Auch wenn es sich bei der Geothermie streng genommen um Erdwärme handelt, fällt sie in den Bereich der Wasserenergie. In Geothermie-Kraftwerken wird heißes Wasser aus dem Inneren der Erde für die Antreibung einer Dampfturbine genutzt. Durch diese Dampfturbine wird elektrischer Strom erzeugt, der aufgrund seiner natürlichen Erzeugungsweise als Ökostrom bezeichnet wird. Bei der Stromgewinnung erfüllt das Wasser eine wichtige Rolle: Es holt die Wärme aus dem Erdinneren an die Oberfläche, damit sie dort genutzt werden kann. Das heiße Wasser gibt dann seine Wärme an den Dampfkreislauf (zweiter Kreislauf) ab, bevor es wieder zurück ins Erdinnere fließt und neue Wärme „abholt“. In der Regel erzeugen Geothermie-Kraftwerke elektrischen Strom. Es gibt jedoch auch Kraftwerke, die sich auf die Gewinnung von Heizungsenergie spezialisiert haben. Im kleineren Stil wird diese Art von Wasserenergie in Form von Wärmepumpen genutzt. Wärmepumpen haben eine ähnliche Funktionsweise wie die großen Anlagen in Geothermie-Kraftwerken und versorgen das eigene Haus mit natürlicher Energie.

Vor- und Nachteile von Wasserenergie

Der Bau von Wasserkraftwerken ist zwar sehr teuer, doch im Laufe der Zeit machen sich die Investitionen bezahlt. Immerhin zeichnen sich die Anlagen durch eine lange Lebensdauer aus und arbeiten mit einem Rohstoff (Wasser), der kostenlos verfügbar ist. Abgesehen davon ist die Wasserenergie eine „saubere“ Form der Energiegewinnung. Durch den Betrieb von Wasserkraftwerken entstehen keine schädlichen Emissionen, die eine Gefahr für Mensch und Natur darstellen könnten.

Allerdings ist die Strom- und Wärmeerzeugung aus Wasserenergie auch mit Nachteilen verbunden. Der Bau von Wasserkraftwerken, Staudämmen und Co. kann negative Auswirkungen auf die Natur haben und die Austrocknung von ganzen Landschaften begünstigen. Durch die Veränderung der Flussläufe sind auch Fischarten vom Aussterben bedroht, wenn sie keinen Zugang mehr zu ihren Laichplätzen haben.

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