Label und Zertifizierungen: Wie erkennt man echten Ökostrom?

So erkennen Sie echten Ökostrom!

So erkennen Sie echten Ökostrom!
Foto © Robert Melzer / pixelio.de

Wie grün ist eigentlich Ökostrom und was ist echter Ökostrom? Längst nicht jeder angebotene Tarif hält tatsächlich das, was er verspricht. Wichtig ist vor allem, dass der Anbieter auch in nachhaltige Technologien investiert. Dazu gehören beispielsweise neue Ökostromkraftwerke wie Windenergie- oder PV-Anlagen. Nur so können die Anbieter ihren Versprechen auch wirklich gerecht werden.

Aktuell findet sich am Strommarkt eine kaum noch zu überschauende Anzahl an Ökostromtarifen, die als besonders grün, besonders nachhaltig oder besonders klimaschonend angepriesen werden. In vielen Fällen sind solche Tarife mehr Schein als Sein. Zunächst sollte einmal klargestellt werden, was genau sich hinter dem Begriff Ökostrom eigentlich verbirgt bzw. verbergen kann. Denn hierbei handelt es sich mitnichten um einen gesetzlich definierten oder gar geschützten Begriff.

Echter Ökostrom ist nicht leicht zu erkennen

Ein erstes wichtiges Merkmal sollte es sein, dass sich echter Ökostrom durch den Zubau an Ökostromanlagen ergibt. Dieser Zubau sollte sich über die ohnehin schon vorhandene Menge an Ökostrom ergeben, die aus der Förderung über das Erneuerbare-Energien-Gesetz stammt. Der Nachweis eines solchen Zubaus sollte mithilfe eines entsprechenden Labels klar kenntlich, transparent und somit für den Verbraucher nachvollziehbar gemacht werden. Deswegen ist es besonders wichtig, dass Ökostromangebote zertifiziert werden. Hieraus hat sich inzwischen jedoch ein neues Problem ergeben, denn mittlerweile gibt es auch eine kaum noch zu überschaubare Anzahl an Gütesiegeln und Zertifikaten, die es dem Kunden erschwert, „echten“ Ökostrom ausfindig zu machen.

Es gibt nur wenige Ökostrom-Label, die ihren Bewertungen fundierte Kriterien zugrunde legen. Diese schaffen dadurch mehr Transparenz, indem sie den Zubau von neuen Anlagen zur Erzeugung erneuerbaren Stroms dokumentieren. Laut der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz werden die strengen Anforderungen an Ökostrom-Label derzeit nur durch das OK-Power-Siegel, das Grüner-Strom-Label sowie die EcoTopTen-Liste des Öko-Instituts aus Freiburg erfüllt. Diese Institutionen leisten damit auch einen echten Beitrag zum Ausbau erneuerbarer Energien.

Echter Ökostrom nach wie vor an Ökostrom-Zertifizierung zu erkennen

Damit ist klargestellt, dass Verbraucher bei der Auswahl ihres Stromanbieters unbedingt darauf achten sollten, mit welchem Label der in Frage kommende Tarif zertifiziert wurde. Einfache Herkunftsnachweise oder eine Ökostrom-Zertifizierung sind in der Regel nicht ausreichend. Natürlich ist es mit der Auswahl des passenden Tarifs noch nicht getan, denn Verbraucher sollten nach wie vor auf einen sparsamen Verbrauch achten.

Bei der Unterscheidung der einzelnen Angebote sollte nun noch Augenmerk darauf gelegt werden, ob sich der bereits erwähnte Zubaueffekt über die bereits vorhandene Menge an Ökostrom tatsächlich ergibt. Hierbei spielt das Alter der Anlagen eine wichtige Rolle, denn durch eine bestimmte Quote an Neuanlagen lässt sich verhindern, dass Strom aus alten, vergleichsweise ineffizienten und bereits abgeschriebenen Anlagen vermarktet wird. Hier bleibt dem Verbraucher nur übrig, dem entsprechenden Label bzw. der Zertifizierung zu vertrauen.

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