Hoher Verbrauch pro Kopf: Stromspartipps für Singlehaushalte

Singlehaushalte verbrauchen pro Jahr etwa 1.700 Kilowattstunden an Strom. Der Verbrauch pro Kopf liegt hier deutlich höher als bei Mehrpersonenhaushalten. Dafür sind aber auch die Sparpotenziale nicht zu verachten. Wenn neben dem normalen Stromverbrauch noch Warmwasser per Strom erhitzt wird, liegt der durchschnittliche Energieverbrauch eines Singlehaushalts sogar nochmal ein gutes Stück höher bei 2.700 kWh. Pro Jahr macht das bei einem Strompreis von knapp 29 Cent je kWh rund 490 Euro an Kosten aus bzw. 775 mit Warmwasserbereitung. Rund 40 Prozent aller Haushalte in Deutschland sind Singlehaushalte, also in etwa jeder fünfte. Genug also, um sich über das Stromsparen Gedanken zu machen. 

Kühlgeräte unter die Lupe nehmen

Den Anfang machen die großen Stromverbraucher wie Kühlschrank, Gefriertruhe, Waschmaschine und Trockner. Je älter die Geräte, desto höher auch deren Verbrauch und desto eher lohnt es sich auch finanziell, diese gegen Neugeräte auszutauschen. Wesentliches Merkmal ist die Energieeffizienzklasse, die auf jedem Gerät zu finden ist. Stand der Technik sind Geräte, die mit A+++ ausgezeichnet sind. Ein Kühlschrank dieser Klasse verbraucht weniger als 22 Prozent im Vergleich zu einem Referenzgerät, womit fast 80 Prozent an Energie gespart werden kann. Das macht sich auf der Stromrechnung also sehr schnell bemerkbar.

Wer seinen Kühlschrank nicht gleich austauschen möchte, sollte ihn zumindest in einem gut gefüllten Zustand halten. Denn kühle Lebensmittel verringern auf Dauer den Energieverbrauch, da sie dazu beitragen, die Temperatur konstant niedrig zu halten. Es lohnt sich also durchaus auch für den Singlehaushalt, mal auf Vorrat einzukaufen.

Abschalten – und zwar richtig

Der Standbymodus ist bequem – und dabei äußerst unökonomisch. Denn so gehen Jahr für Jahr unzählige Kilowattstunden ungenutzt durch die Steckdosen Deutschlands. Fernseher, Stereoanlagen und PCs sollten bei Nichtbenutzung komplett abgeschaltet werden. Um ganz sicher zu gehen, empfiehlt es sich bei vielen Geräten, diese an eine Steckdosenleiste mit Schalter zu klemmen. Den PC sollte man natürlich auch weiterhin ordnungsgemäß runterfahren. Bildschirmschoner sind übrigens ein Relikt aus Zeiten der Röhrenmonitore und heute weitestgehend unnötig. Sie können die Grafikkarte aber ordentlich ins Schwitzen bringen und so den Stromverbrauch massiv erhöhen. Also besser Bildschirm automatisch abschalten lassen, was sich in der Energieverwaltung des Betriebssystems einstellen lässt.

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