RWI übt Kritik an Fortsetzung von Solarförderung

Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) sieht in der übermäßigen Förderung von Solaranlagen den Kardinalfehler der Energiewende. Nun soll dieser Fehler auch noch fortgesetzt werden, indem kleine Solaranlagen auf Hausdächern auch weiterhin wie bisher gefördert werden sollen. So zumindest sehen es die Pläne von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel vor.

RWI kritisiert Solarförderung

Die Pläne von Sigmar Gabriel, an der bisherigen Solarstromförderung für kleine Anlagen auf Hausdächern festzuhalten, ist auf Kritik beim Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung gestoßen. Dort hat man errechnet, dass die Stromverbraucher für alle Anlagen, die zwischen den Jahren 2000 und 2013 errichtet wurden, insgesamt 111 Milliarden Euro an Subventionen aufbringen müssen. Die komplette Summe wird als Teil der EEG-Umlage über den gesetzlich vorgesehenen Förderzeitraum von 20 Jahren abgetragen werden. Der Leiter des RWI-Kompetenzbereichs „Umwelt und Ressourcen“, Manuel Frondel, merkte hierzu an, dass die übermäßige Förderung von Photovoltaik ein Kardinalfehler der Energiewende war und ist. Gabriels Pläne sehen vor, kleine Solaranlagen von der Streichung der Eigenstromprivilegien auszunehmen. Frondel betont, darin eine Fortsetzung des Fehlers zu sehen.

Förderung kostet rund 297 pro Jahr und Haushalt 

Gemäß den Berechnungen des RWI ist Deutschland das Land mit der höchsten Dichte an Photovoltaik-Kapazitäten. Pro Einwohner stünden demnach 440 Watt zur Verfügung. Dem gegenüber steht die Tatsache, dass der Anteil an Solarstrom nur knapp mehr als 5 Prozent des gesamten Stroms beträgt. Nach RWI-Berechnungen zahlt ein Durchschnittshaushalt jedes Jahr über die EEG-Umlage 297 Euro für die Förderung erneuerbarer Energien. Etwa die Hälfte dieses Betrages werde für die Förderung von Photovoltaik aufgewendet.

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