Finanzielle Unterstützung für Solaranlagenbesitzer

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Finanzielle Unterstützung für Solaranlagenbesitzer

Der Anstieg der Ökostrom-Umlage 2014 ist hauptsächlich auf den Einbruch der Börsenstrompreise zurückzuführen. Wenn bei hohem Verbrauch viel Solarstrom produziert wird, ist der Strom im Einkauf zwar günstiger, doch gleichzeitig steigen auch die Umlagekosten. 

Ein Beispiel aus der Praxis: Derzeit erhält man für den Strom nur 4 Cent/kWh an der Börse EPEXSpot. Eine Solaranlage, die 2012 ans Netz gegangen ist, bekommt jedoch eine Vergütung von 19,50 Cent – die verbleibenden 15,50 Cent werden somit auf die Umlage verteilt. Wer seine Solaranlage im Jahr 2010 installierte, erhält 20 Jahre lang garantiert 39,14 Cent – die Umlage muss in diesem Fall einen Unterschied von ca. 35 Cent ausgleichen. Somit ist es nicht verwunderlich, dass die finanzielle Belastung hoch ist und Verbraucher mehr Ökostrom-Umlage zahlen müssen. Ob das die einzige Lösung ist, bleibt jedoch weiterhin umstritten.

Aufgrund der sinkenden Anschaffungskosten für Solarmodule werden die Vergütungen immer weiter gekürzt. Derzeit bekommt man für seine Dachanlage 14,27 Cent. Durch die Kürzungen verringert sich natürlich auch die Investitionssicherheit, was zur Folge haben könnte, dass weniger regenerative Anlagen angeschafft werden. Die Solarvergütungen für 2014 werden auf 10,36 Milliarden Euro geschätzt – dieser Betrag liegt leicht über den Ausgaben für das Jahr 2013.

Eine Studie von Energy Brainpool hat sich mit der Entwicklung der EEG-Umlage beschäftigt. Trotz sinkender Vergütungen steigt die Ökostrom-Umlage weiterhin an und wird damit zur finanziellen Belastung für die Verbraucher. Doch warum ist das so?

Die EEG-Umlage beträgt derzeit 5,277 Cent/kWh – im Jahr 2014 werden es mehr als 6 Cent/kWh sein. Laut der Studie sei der Preisverfall an der Strombörse zu 52 % verantwortlich für die steigende Umlage – doch es gibt auch andere Faktoren, die zu Preiserhöhungen führen. Als besonders problematisch stufen Experten die vermehrten Ausnahmen von der EEG-Umlage ein. Energieintensive Unternehmen, die eine ermäßigte Umlage zahlen, werden dadurch stärker entlastet. Doch Entlastungen auf der einen Seite führen zu Belastungen auf der anderen Seite – nämlich bei den kleinen Gewerbebetrieben und den Privathaushalten.

In Kritik geraten sind auch die Stromversorger, die die günstigen Strombörsenpreise nicht an ihre Kunden weitergeben. Das hat zur Folge, dass sich der Gewinn der Unternehmen erhöht, während die Verbraucher tiefer in die Tasche greifen müssen. Experten hoffen, dass es in der Branche einen Wandel geben wird und die Stromanbieter ihre Kunden zumindest teilweise von den günstigen Preisen profitieren lassen.

Ob und wie stark die EEG-Umlage in den nächsten Jahren steigen wird, bleibt abzuwarten. Ebenfalls unklar ist, wie die finanzielle Unterstützung für Solaranlagenbesitzer aussehen wird – die Zeiten von Spitzenvergütungen sind aller Wahrscheinlichkeit nach vorbei. Nichtsdestotrotz lohnt es sich, in erneuerbare Energien zu investieren. Beim Kauf von Solaranlagen und Co. sollten nicht nur finanzielle Vorteile im Vordergrund stehen: Auch die Gewissheit, der Natur etwas Gutes zu tun, ist ein wichtiger Aspekt.

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