Nützliche Energiespartipps für den Sommer

Rainer Sturm / pixelio.de

Energiespartipps für den Sommer
Rainer Sturm / Foto © Ralf pixelio.de

Energiespartipp Nr. 1: Die kalte Dusche

Sie hört sich schlimmer an, als sie tatsächlich ist, die kalte Dusche. Gerade an heißen Sommertagen ist sie nicht nur für die Köperhygiene wichtig, sondern auch eine sehr gute Abkühlung. Sowohl die Bindegewebe als auch der Kreislauf werden diese Erfrischung zu schätzen wissen und wer damit in den Tag startet, ist garantiert von Anfang an hellwach. Ganz nebenbei lässt sich auf diese Weise noch wertvolle Energie sparen, da das Wasser nicht erst erwärmt werden muss. Darüber hinaus empfiehlt sich die Anwendung von Sparduschköpfen, die das Wasser mit Luft vermischen und dadurch den Wasserverbrauch halbieren. Zusätzlich helfen Wassersparer dabei, den Duschvorgang unterbrechen zu können, ohne das Wasser komplett abdrehen zu müssen.

Energiespartipp Nr. 2: Energiesparen beim Wäschewaschen

Die Wäsche wird auch bei niedrigen Temperaturen noch sauber. Dafür sorgen vor allem moderne Kaltwaschmittel, die auch bei 40° oder 30° einwandfreie Ergebnisse liefern. So lässt sich gleichzeitig Energie sparen und das Haushaltsbudget entlasten. Der Trockner kann in die Sommerpause geschickt werden, denn an der Luft getrocknete Wäsche riecht nicht nur besser, sie spart auch noch viel Strom. An besonders heißen Tagen empfiehlt es sich, die Wäsche im Innern der Wohnung zu trocknen, denn das hilft dabei, die Temperaturen etwas niedriger zu halten. Wer noch eine ältere Waschmaschine besitzt, sollte über einen Austausch nachdenken. Ein modernes Gerät verbraucht rund 25 Prozent weniger Strom als eine zehn Jahre alte Waschmaschine.

Energiespartipp Nr. 3: Rollläden schließen und Rollos anbringen

Wer Rollläden besitzt, hält die sommerliche Hitze außerhalb der eigenen vier Wände, wenn diese schon früh am Tage geschlossen werden. Auch nachträglich angebrachte Rollos im Innern der Wohnung tragen dazu bei.

Energiespartipp Nr. 4: Der Kühlschrank auf dem Prüfstand

Kühlgeräte, wie Kühlschränke oder Tiefkühltruhen, benötigen in den Sommermonaten besonders viel Energie. Je älter der Kühlschrank oder die Kühltruhe, desto höher auch sein Energieverbrauch und desto eher lohnt sich der Austausch gegen ein neues Kühlgerät mit einer Energieeffizienzklasse von A++. Im Vergleich zur Klasse A lassen sich so pro Jahr schon 125 Kilowattstunden einsparen. Im Netz sind hilfreiche Rechner zu finden, mit denen sich das Energiesparpotenzial vorab berechnen lässt. Weiterhin können Sie Energie sparen indem Sie den Kühlschrank richtig packen.

Übrigens: Der Kühlschrank sollte auch nicht zu stark kühlen. Nicht nur im Sommer sind 7° im Kühl- und -18°C im Gefrierfach völlig ausreichend.

Energiespartipp Nr. 5: Wie wär’s mal mit Gemüse?

Wer klimafreundlich grillen möchte, der erhöht einfach mal den Gemüseanteil auf dem Grillrost. Zum Vergleich: Ein Kilogramm Rindfleisch verursacht im Laufe seiner Herstellung genauso viele Treibhausgase wie 19 Kilogramm Gemüse. Noch mehr CO2 lässt sich sparen, wenn das Grillgut dann auch noch aus der eigenen Region stammt und nicht erst aus aller Herren Länder importiert werden musste. Diverse Kräuter- und Gemüsesorten können auch gleich im eigenen Garten oder auf dem Balkon gezüchtet werden. Frischer geht’s nicht! Übrigens: Wer Holzkohle verwendet, ist energieeffizienter unterwegs als jemand, der einfach einen Elektrogrill einschaltet. Denn die sind echte Stromfresser. Beim Kauf von Grillkohle sollte zudem noch auf ökologische Kriterien, wie sie beispielsweise in Form von Naturland- oder FSC-Siegeln vorzufinden sind, geachtet werden.

Energiespartipp Nr. 6: Ostsee statt ferne Traumstrände

Sicher, die Bilder im Katalog mögen verführerisch aussehen, aber ein Urlaub in Deutschland hat einiges für sich und verursacht weitaus geringere Klimaschäden als eine Flugreise. Ferienregionen gibt es hierzulande reichlich – von den Alpen bis zur Ostsee. Warum also nicht einmal selber erkunden, weshalb es so viele Menschen aus aller Welt nach Deutschland zieht?

Energiespartipp Nr. 7: Standby? Abschalten!

Wer mag bei sommerlichem Traumwetter schon in den eigenen vier Wänden hocken bleiben? Richtig, niemand! Und wer braucht dann noch all die Elektrogeräte, die sich im Stand-by-Modus befinden? Richtig, auch niemand. Also abschalten! Hierzu eignen sich übrigens Steckerleisten mit Schalter, denn so kann sichergestellt werden, dass auch wirklich allen Energieverbrauchern der Saft abgestellt wurde.

Energiespartipp Nr. 8: Klimaanlagen

Im Sommer kann es heiß werden, vor allem in Städten. Als Lösung wird dann oft auf billige, mobile Klimaanlagen zurückgegriffen. Außer extrem steigenden Energiekosten passiert nicht viel – warum? Bei einer mobilen Klimaanlage wird die warme Abluft durch einen Schlauch durch das gekippte Fenster nach außen geblasen. Durch den entstehenden Unterdruck im Zimmer wird warme Luft von außen (durch das Fenster) wieder angesaugt. Resultat: es passiert nicht viel, nur der Stromzähler dreht sich schneller. Wenn Klimaanlage, dann nur fest installierte Split-Anlagen mit Invertertechnik.

Energiespartipp Nr. 9: Beschattung und Lüften

Eine sinnvolle Alternative zu Klimaanlagen sind Beschattungselemente. Sie sind vielleicht teurer als eine Klimaanlage aus dem Baumarkt, erzeugen aber keine Energiekosten. Beschattungsanlagen müssen immer außen angebracht sein, im einfachsten Fall tagsüber die Außenjalousien geschlossen halten. Fenster sollten immer geschlossen bleiben und nur spätabends bis zum Morgen geöffnet werden.

Energiespartipp Nr. 10: Elektrogeräte heizen zusätzlich

Wer würde im Sommer noch heizen? Viele Menschen vergessen, dass Elektrogeräte Abwärme produzieren. Computer, Fernsehgeräte wirken wie kleine Zusatzheizkörper. Auch der Herd erzeugt nochmals zusätzlich Wärme in der Wohnung. Wie wäre es mit grillen oder erfrischenden Gerichten aus der kalten Küche?

Energiespartipp Nr. 11: Thermische Solaranlagen

Im Sommer möchte man öfter duschen. Wäre es nicht schön, dies (fast) ohne Energiekosten zu tun? Mit der Installation einer thermischen Solaranlage geht dies. Die Heizungsanlage bleibt aus und wird geschont. Wenn Sie die Anschaffung einer Solaranlage ins Auge fassen, lassen Sie gleich eine Anlage mit Heizungsunterstützung installieren. Dann gibt es dafür auch noch Fördermittel.

Energiespartipp Nr. 11: Heizung überprüfen

Im Sommer empfiehlt sich die jährliche Wartung der Heizung. Viele Hausbesitzer wissen nicht, dass es bei älteren Regelungen nicht zu einer automatischen Sommer/Winterumschaltung kommt. Im ungünstigsten Fall kann die Heizung an kühlen Morgen und Abenden zeitweise anspringen. Also entweder manuell auf Sommerbetrieb umstellen oder den Fachmann fragen.

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