Energiesparen ist einfach!

10 Experten-Tipps, die wirklich nützen

Die Kostensteigerung macht es deutlich: Energie ist ein wertvolles Gut. Wer im kommenden Winter seinen Geldbeutel nicht weiter belasten möchte, für den lohnt sich ein genauer Blick auf den eigenen Energieverbrauch. In einem durchschnittlichen Haushalt gehören Kühl- und Gefrierschränke, Unterhaltungselektronik – allen voran aber die Heizung zu den größten Verbrauchern. Dabei lässt sich mit einfachen Mitteln und ohne Komfortverlust eine Menge sparen.

Hier lesen Sie einige Tipps, wie bereits mit kleinen Maßnahmen der Energieverbrauch gesenkt werden kann. Wer diese befolgt, kann im Jahr 500 bis 900 Euro bares Geld sparen.

Gas und Heizung

1.  Gedankenlosigkeit – Größter Energiefresser mit riesigem Einsparpotenzial: bis zu 200 Euro
Auch wenn es bequem ist, Wohnräume müssen nicht auf die gleiche Temperatur beheizt werden. Der Richtwert fürs Wohnzimmer ist 20 bis 22 Grad, in der Küche zwei Grad weniger: Im Bad mag man es wärmer, hier sind 22 Grad und zum Schlafen sind 17 Grad optimal. Dabei gilt: In der Nacht braucht es im Wohnzimmer nicht so warm zu sein, wie abends. Regeln Sie Ihre Heizung etwas herunter – fünf Grad weniger als am Tag sind gut, sonst wird das Wiederaufheizen teuer. Bei zentral beheizten Häusern bietet ein elektronisches Thermostatventil die Möglichkeit, individuelle Zeiten zu programmieren. 15 Prozent der Heizenergie lassen sich so sparen.
2.  Zugluft vermeiden, Dichtungen erneuern und 80 Euro Heizkosten sparen
Undichte Fenster und Türen lassen kostbare Wärme entweichen. Außerdem nimmt Behaglichkeit durch ziehende Fenster ab und man dreht die Temperatur automatisch höher. Lassen Sie spätestens alle zwei Jahre Ihre Fenster einstellen und gegebenenfalls die Dichtungen erneuern. Rissige Fenstergummis sollten Sie sofort austauschen.
3.  Heizungsumwälzpumpe tauschen und über 150 Euro im Jahr sparen
Diese Pumpe sorgt für die Zirkulation des Wassers in der Heizanlage – sie läuft fast das gesamte Jahr. Mit einer modernen und effizienten Pumpe lassen sich 80 Prozent der Stromkosten sparen. Eine neue Pumpe kostet mit Einbau etwa 200 Euro – diese Kosten rechnen sich schon im zweiten Winter!
4.  Warmwasserbereitung: Gas statt Strom rechnet sich mit 66 Euro pro Jahr
Wer die Wahl zwischen elektrischer Warmwasserbereitung oder der mit Erdgas hat, sollte auf jeden Fall aufs Gas setzen. Der Preisunterschied zwischen einem Duschgang ist beachtlich: Wird das Wasser mit Strom erhitzt, zahlt man satte 63 Cent für das Duscherlebnis, mit Erdgas hingegen nur 17 Cent. Auf ein Jahr gerechnet kann eine Person, die einmal täglich duscht, 66 Euro durch die Erdgastemperierung sparen.

Wasser und waschen

5.  Effizient Spülen und Waschen – Nützliche Helfer mit rund 50 Euro Sparpotenzial
Ein Geschirrspüler ist praktisch und verbraucht weniger Wasser und Spülmittel, als das Spülen per Hand. Wer jetzt noch auf energieeffiziente Geräte umstellt, kann bis zu 26 Euro pro Jahr sparen. Dasselbe gilt für Waschmaschinen: 21 Euro weniger Stromkosten verursachen energieeffiziente Geräte pro Jahr. Daher sollte man bei der Anschaffung einer neuen Maschine ein Auge auf die Energieeffizienzklasse des Gerätes haben, am besten wählen Sie die Klasse A+++. Tipps für die Praxis: Laden Sie die Maschine immer komplett voll und waschen Sie nicht zu heiß. Das hilft der nicht nur der Umwelt, sondern Ihnen dabei, Kosten zu sparen, und der Wäsche, ihre Form und Farbe zu behalten.
6.  Jährlich 100 Euro sparen durch das Trocknen ohne Trockner
Beim Trocknen der Wäsche gilt: Wer seine Wäsche zweimal die Woche in den Trockner packt, verbraucht dafür 100 Euro jährlich. Deshalb trocknen Sie so oft es geht ohne Trockner! Nutzen Sie Trockenkammern auf dem Boden oder im Keller. Im Frühjahr und Sommer kann die Wäsche dann wieder im Freien getrocknet werden. Falls Sie doch den Trockner nutzen: Schleudern Sie die Wäsche vorher mit maximaler Umdrehungszahl.

Kühlen und Elektronik

7.  Kühl- und Gefrierschränke: Energieeffiziente Geräte nutzen und bis zu 70 Euro im Jahr gutmachen
Mit cleverer Nutzung von Kühl- und Gefrierschrank können Sie sparen: Ungenutzter Kühlraum kostet Energie. Schaffen Sie sich deshalb einen Kühlschrank nach Ihrem Bedarf an und stellen Sie ihn nicht neben der Heizung oder an einem sonnigen Platz auf. Mit steigender Umgebungstemperatur steigt auch der Stromverbrauch. Besonders Geräte, die älter als zehn bis zwölf Jahre sind, können durch neue ersetzt werden. Entscheidend ist die Wahl des Gerätes: Durch die Anschaffung eines Kühl- und Gefriergerätes mit der höchsten Energieeffizienzklasse A+++ lassen sich bis zu 70 Euro pro Jahr einsparen – Der Preisunterschied zu einem Billigkühlschrank ist nach zwei Jahren wieder drin.
8.  Unterhaltungselektronik: Abschalten statt Stand-By-Modus bringt gut 100 Euro
Geräte im Stand-by-Modus verschlingen über das Jahr gesehen etwa so viel Energie wie im laufenden Betrieb. Durch das vollständige Abschalten von Fernseher, Receiver, Computer, Drucker und Monitor lässt sich der Jahresverbrauch ganz einfach um bis zu 400 Kilowattstunden reduzieren. Dass kann auch ganz bequem mit Master-Slave-Steckleisten (ab 20 Euro) gehen, bei der z.B. der Fernseher die angeschlossenen Geräte ein- und ausschaltet.
9.  Computer: Energiesparmodus spart bis zu 65 Euro im Jahr
Viele Computer und Laptops laufen heutzutage nebenher und verbrauchen ungenutzt Energie. Hier lohnt sich, die jeweiligen Energiesparfunktionen der Geräte zu aktivieren. Schon nach wenigen Minuten schaltet sich der Monitor ab und der PC geht in einen Sparmodus. Achtung: Bildschirmschoner sind echte Energiefresser! Sie verhindern, dass sich der PC in den sparsameren Ruhezustand versetzt – unbedingt deaktivieren!
10.  Notebook statt PC und Monitor spart 50 Euro
Laptops sind auf sparsamen Verbrauch getrimmt und ziehen gut 50 Prozent weniger Strom aus der Steckdose, als ein vergleichbarer PC. Aktuelle Notebooks können es auch mit modernen 3D-Spielen und HDVideos aufnehmen und kosten nur einen geringen Aufpreis im Vergleich zum Desktop-PC. Das senkt den Stromverbrauch um etwa 180 Kilowattstunden im Jahr und rechnet sich nach zwei bis drei Jahren. Wer es noch kleiner und sparsamer mag, der greift zum Ultrabook oder Tablet-Computer.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.