Clever Energie sparen

Dank vorausschauender Dämmung und sorgfältiger Bauausführung konnten Heizkosten relativ niedrig gehalten werden

Dank vorausschauender Dämmung und sorgfältiger Bauausführung konnten Heizkosten relativ niedrig gehalten werden

Erst nach Analyse durch Energieberater Ulf Schmidt gezielt investieren

Nachdem Energieberater Ulf Schmidt im April bei Familie Buck in Gülze zu Besuch war, ist einiges passiert. Inzwischen wurden eine Hausinspektion und eine Energie-beratung durchgeführt sowie ein Energieausweis erstellt. Das Wohnhaus der Familie Buck wurde 1994 erbaut. Die sorgfältige Planung und Bauausführung führten dazu, dass die Bucks bereits seit Jahren mit relativ geringen Heizkosten auskommen. Die baurechtlichen Anforderungen wurden teilweise übererfüllt, so dass einige Dämmwerte schon damals den Anforderungen der späteren Energieeinspar- verordnung von 2002 entsprachen. Dies kombiniert mit einem vorbildlichen Heiz- und Lüftungsverhalten bringt eine Einsparung von 25 Prozent im Vergleich zu anderen Häusern dieses Baujahres.

Bei den heutigen Heizölpreisen macht das im Jahr rund 700 Euro aus. Clever ist auch der Einbau eines Kamins. Damit kann in den Übergangszeiten die Ölheizung ausbleiben. Obwohl die durchschnittlichen monatlichen Heizkosten bei nur 110 Euro liegen, sind diese aus gegenwärtiger Sicht zu hoch. Energieberater Ulf Schmidt von der Energie-Sparzentrale hat berechnet, welche baulichen oder technischen Maßnahmen eine deutliche Senkung der Heizkosten bewirken würden. Da die Dämmung der Außenwände und des Dachs dem Stand von vor zehn Jahren entsprechen, ist in diesem Fall eine kostengünstige energetische Sanierung nicht möglich. Gleiches gilt für die Fenster: die Investition würde sich derzeit nicht lohnen. Dagegen wäre der Tausch der ineffizienten Ölheizung aus dem Jahr 1994 ratsam. Da das Haus der Familie Buck mit Heizkörpern beheizt wird, scheidet eine Wärmepumpenlösung aus Effizienzgründen aus. Möglich wären hier eine Ölbrennwertherme oder eine Pelletheizung. Für eine vierköpfige Familie macht die Kombination mit einer thermischen Solaranlage durchaus Sinn. Die Kosten für Beheizung und Warmwasser würden hierbei um bis zu 500 Euro pro Jahr sinken und die KfW trägt 10 Prozent der Kosten für den Heizungsumbau. Die Einsparmöglichkeiten im Bereich Heizung und Warmwasser sind ausgeschöpft.

Obwohl die Bucks bereits deutlich weniger Heizöl als der Durchschnitt verbrauchen, ist der nächste Schritt nur durch neue Technik möglich. Nun muss der Familienrat entscheiden, ob diese Investition getätigt werden soll.

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