Wasserverbrauch beim Baden und Duschen

Wie hoch ist der Wasserverbrauch beim Baden und Duschen?

Fakten-Check: So hoch ist der Wasserverbrauch beim Baden und Duschen
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127 Liter kostbares Trinkwasser pro Person verbrauchen deutsche Haushalte im Schnitt tagtäglich. Gut ein Drittel davon plätschert allein zur Körperpflege durch den Abfluss. Das geht auch auf Kosten des Energieverbrauchs, denn das Wasser wird in der Regel erwärmt. Was ist nun günstiger, Duschen oder Baden? Die Antwort ist: Es kommt darauf an. Lesen Sie in diesem Artikel, wovon der Wasserverbrauch bei der täglichen Körperhygiene abhängt und welche einfachen technischen Hilfsmittel zum Wassersparen beitragen.

Baden: Die Größe der Badewanne ist entscheidend

Der Wasserverbrauch beim Baden lässt sich vergleichsweise einfach ermitteln, denn er hängt in erster Linie von der Größe der Badewanne ab. Bei Standard-Badewannen beträgt die Füllmenge etwa 150 bis 180 Liter – das ist bereits mehr als der durchschnittliche Haushaltsverbrauch pro Kopf und Person! Wer es genau wissen will, nimmt einen 10-l-Eimer und zählt mit, wieviele Eimerfüllungen in die Badewanne gekippt werden müssen, bis der optimale Wasserstand für ein Vollbad erreicht ist.

Wasserverbrauch beim Duschen schwankt stark

Wieviel Wasser beim Duschen durch den Abfluss fließt, lässt sich pauschal nur schwer beantworten, denn der Wasserverbrauch hängt stark vom montierten Duschkopf und den individuellen Duschgewohnheiten ab. Herkömmliche Duschköpfe verbrauchen im Schnitt 18 Liter pro Minute. Je nachdem, ob Sie drei oder zehn Minuten duschen, summiert sich der Wasserverbrauch auf 54 bis zu 180 Liter pro Dusche! Zehn Minuten sind rasch um, besonders wenn Sie das Wasser beim Einseifen oder Shampoonieren weiterlaufen lassen.

Wassersparen mit einfachen Tricks

Mittlerweile sind wassersparende Duschköpfe oder Handbrausen in jedem Bau- oder Sanitärmarkt erhältlich. Die sparsamsten ihrer Art verbrauchen etwa sechs Liter pro Minute. Damit reduziert sich der Wasserbedarf für eine drei- bis zehnminütige Dusche ganz erheblich, nämlich auf 18 bis 60 Liter, ohne dass der persönliche Komfort darunter leidet. Wer sich zum Kauf eines sparsamen Duschkopfes entschließt, sollte die einzelnen Modelle genau vergleichen: Manche sogenannte Sparduschköpfe verbrauchen zwischen sieben und neun Liter pro Minute, was deutlich weniger als 18 Liter ist. Über ein Jahr gerechnet, summiert sich jedoch selbst ein Mehrverbrauch von nur einem, Liter pro Minute in einem Vier-Personen-Haushalt auf beachtliche 14 m3 Wasser.

Eine weitere Möglichkeit zum Wassersparen sind Wasserstopp-Knöpfe und Absperrventile. Sie ermöglichen es, den Wasserstrahl beim Einseifen mit einem Knopfdruck ab- und wieder anzustellen, wobei die einmal eingestellte Temperatur erhalten bleibt. Man muss dabei jedoch in Kauf nehmen, zwischenzeitlich im Trockenen zu stehen – keine angenehme Vorstellung für Menschen, die leicht frieren.

Körperhygiene: Individuelle Gewohnheiten entscheiden über Wasserverbrauch

Duschen kann also die bessere Option sein als Baden – allerdings nur unter der Voraussetzung, dass Sie einen Sparduschkopf nutzen und es nicht allzu lange plätschern lassen. Wer mit einem Standard-Duschkopf länger als zehn Minuten duscht, verbraucht letztlich mehr Wasser als mit einem Vollbad in einer Standard-Badewanne. Mit einem wassersparenden Sechs-Liter-Duschkopf können Sie andererseits bei gleichem Wasserverbrauch bereits 30 Minuten, also dreimal so lange unter der Dusche bleiben. Beim Duschen lässt sich der Wasserverbrauch also wesentlich einfacher zähmen als beim Baden. Und nicht zu vergessen: Mit jedem eingesparten Liter sparen Sie zugleich Heizkosten zum Erwärmen des Wassers.

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