Energieeffizienz 2016: Die wichtigsten Änderungen für Bauherren und Hauseigentümer

Energieeffizienz

Thomas Max Müller / pixelio.de

Die Bundesregierung hat sich ambitionierte Ziele gesetzt: Bis zum Jahr 2050 soll der Gebäudebestand in Deutschland nahezu klimaneutral sein. Gedämmten Gebäudehüllen, effizienter Anlagentechnik und der weitestgehenden Nutzung erneuerbarer Energien kommt dabei eine besonders große Rolle zu. Um diese Ziele zu erreichen, wurden in diesem Jahr diverse Neuerungen im Bereich Energieeffizienz sowie energetisches Sanieren und Bauen wirksam, die im Folgenden vorgestellt werden sollen.

Neubauten müssen höheren Anforderungen gerecht werden

Sowohl Wohn- als auch Nichtwohngebäude müssen seit dem 1. Januar 2016 höheren Anforderungen gerecht werden. Der Jahres-Primärenergiebedarf, also der zulässige Wert für die Energieeffizienz eines Gebäudes, wurde in diesem Zuge um 25 Prozent gesenkt. Das bedeutet, dass Maßnahmen zur Wärmedämmung im Schnitt um etwa 20 Prozent effektiver sein müssen. Um diese Anforderungen zu erfüllen, müssen beispielsweise Fassade, Dach und Keller gedämmt werden. Darüber hinaus bedarf es dichterer Fenster und effizienterer Techniken unter Einbindung erneuerbarer Energien.

Heizung und Lüftung fördern lassen

Vom Bund gibt es neue Fördermittel, die für den Austausch der alten Heizung und den Einbau einer Lüftungsanlage in Anspruch genommen werden können. Dabei handelt es sich um einen Teil des neuen Anreizprogramms für Energieeffizienz. Die Förderungen stehen in zwei Formen zur Verfügung: Zinsverbilligungen und Zinszuschüsse. Dafür hat die Bundesregierung 165 Millionen Euro pro Jahr über einen Zeitraum von insgesamt drei Jahren zur Verfügung gestellt.

Alte Heizkessel bekommen Effizienzlabel

Heizkessel mit einer Leistung bis zu 400 kW, die ein Alter von 15 Jahren überschritten haben, können seit dem 1. Januar 2016 mit einem Energieeffizienzlabel versehen werden. Die Auszeichnung ist also noch freiwilliger Art und gilt sowohl für gas- als auch ölbetriebene Anlagen. Ausgestellt wird das Label von Schornsteinfegern, Heizungsinstallateuren und Energieberatern. Zur Pflicht wird das Energieeffizienzlabel dann ab 2017.

KfW-Effizienzhaus mit neuen Förderstufen

Das Programm „Energieeffizient bauen“ der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist an die neuen Anforderungen angepasst worden, die sich aus der Energiesparverordnung ergeben. Die wichtigste Neuerung betrifft das KfW-Effizienzhaus 70, welches als Förderstufe entfällt und dessen Werte künftig den Mindeststandard darstellen werden. Als neue Stufe kommt das KfW-Effizienzhaus 40 Plus hinzu. Das Besondere daran ist, dass ein Teil der Energie im Haus selbst erzeugt und gespeichert werden muss. Durch dieses Vorgehen wird die Förderung stärker auf Neubauten mit hohem energetischen Standard ausgerichtet.

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