Wie entsteht Ökostrom?

Onshore Windpark

Was ist Ökostrom?
Foto © Petra Bork /pixelio.de

Da Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen stammt, ist er wesentlich umweltfreundlicher als Energie, die in Öl-, Kohle- und Kernkraftwerken erzeugt wird. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz fördert die Verwendung von Ökostrom und hat inzwischen mehrere Richtlinien für Haushalte und Industriebetriebe aufgestellt. Wer sich aktiv am Klimaschutz beteiligen und der Kernenergie den Rücken kehren möchte, sollte einen Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter in Betracht ziehen. Doch wie und aus welchen Quellen wird Ökostrom eigentlich gewonnen?

Ökostrom – ein kurzer Überblick

Die Stromerzeugung aus Sonnenlicht (Photovoltaik), Sonnenwärme (Solarthermie), Erdwärme (Geothermie) und Wind gilt als besonders umweltschonend bzw. umweltneutral. Bedingt ökologisch ist die Energiegewinnung aus Biomasse, Biogas und Wasserkraft. Während Biomasse und Biogas die Umwelt durch chemische Reaktionen schädigen können, fügt Wasserkraft wassernahen Biotopen häufig Schäden zu. Trotz allem fallen die Umweltschäden bei diesen Varianten geringer als bei herkömmlichen Atomkraftwerken aus. Auch Strom aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen ist je nach Ausgangsstoffen nur bedingt ökologisch. Allerdings gilt diese Variante als besonders effizient und ist daher umweltschonender als konventionelle Stromerzeugungsmethoden.

Wasser und Wind – die Klassiker

Wasser und Wind sind die bekanntesten Quellen für die Erzeugung von Ökostrom. Windenergie wird durch Turbinen gewonnen, die oftmals in windreichen Gebieten stehen. Dabei gilt: Je höher die Windgeschwindigkeit, desto mehr Energie wird erzeugt. Die Umwandlung der sogenannten kinetischen Energie erfolgt durch die Rotorblätter, die die Windenergie in eine Rotationsenergie (Drehbewegung) verwandeln. Kurz gesagt: Die Rotorblätter der Windanlage kurbeln eine Welle an, mit deren Hilfe ein Generator für die Stromerzeugung betrieben wird. Im Falle von Wasserkraft werden ebenfalls Turbinen und Generatoren verwendet, um die Fließkraft des Wassers in verwendbare Energie umzuwandeln.

Die Kraft der Sonne nutzen

Als besonders umweltfreundlich gilt auch die Stromerzeugung durch Sonnenenergie. Dabei unterschiedet man zwischen zwei Techniken: Photovoltaik und Solarthermie. Bei der Stromerzeugung durch Sonnenenergie spielen Solarzellen eine wichtige Rolle. Durch die Lichteinstrahlung werden die Elektronen der Solarzelle beweglich gemacht, was für negativ und positiv geladene Elektronen sorgt. Ebenso wie bei der Batterie wird bei der Solarzelle ein „Motor“ angeschlossen: Ein Kontakt des Motors wird am Minuspol und der andere am Pluspol befestigt. Auf diese Weise lässt sich eine große Menge Energie alleine durch Sonnenlicht und Sonnenwärme erzeugen – sowohl auf großen Solarfeldern als auch auf den Dächern von Privathäusern.

Erdwärme – Energie aus dem Inneren der Erde

Der Begriff „Erdwärme (oder: Geothermie)“ bezeichnet die Wärme, die im oberen Teil der Erdkruste gespeichert ist. Die Erdwärme kann durch eine Wärmepumpenheizung der Erdwärmeheizung zum Heizen und Kühlen genutzt werden und zählt zu den erneuerbaren Energien. Im privaten Bereich wird ein Wärmetauscher eingesetzt, sodass Wasser im Untergrund in einem geschlossenen Rohrsystem rotiert und dabei die Wärme des Bodens aufnimmt. Anschließend wird diese Wärme an die Wärmepumpe abgegeben, die sich an der Oberfläche befindet und das Wasser auf ein bestimmtes Temperaturniveau bringt. Auf diese Weise ist es möglich, Erdwärme direkt zum Heizen zu nutzen und dadurch nicht nur die Umwelt, sondern auch den eigenen Geldbeutel zu schonen.

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