Was ist Ökostrom?

Energiequelle Windkraft

Energiequelle Windkraft
Foto © Thorben Wengert /pixelio.de

In Zeiten des Klimawandels möchten viele Menschen einen Beitrag zum Umweltschutz leisten und deshalb auf Ökostrom umsteigen. Veränderung beginnt mit kleinen Taten – jeder, der sich für Ökostrom entscheidet sagt bewusst „Nein“ zur Atomindustrie. Doch was ist Ökostrom und wie wird er erzeugt? Ist er deutlich teurer als konventioneller Strom oder gibt es nur geringe Unterschiede?

Die Unterschiede zwischen Ökostrom und herkömmlichen Strom

Bei Ökostrom handelt es sich um Strom, der aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen wird. Im Gegensatz dazu wird normaler Strom in Atomkraftwerken oder durch fossile Brennstoffe erzeugt. Der größte Unterschied besteht darin, dass die erneuerbaren Energiequellen auf unbegrenzten Ressourcen basieren und keine negativen Auswirkungen auf das Klima haben. Durch die Nutzung von erneuerbaren Energiequellen kann der Kohlendioxidausstoß deutlich verringert werden. Auf diese Weise wird die Umwelt geschont und mit weniger Schadstoffen belastet. Abgesehen davon ist die Erzeugung von herkömmlichen Strom gefährlicher als die von Ökostrom. Ereignisse in der Vergangenheit haben bereits gezeigt, wie unsicher Atomkraftwerke sind und welche verheerenden Schäden durch sie entstehen können.

Die wichtigsten Quellen für erneuerbare Energie

Zu den beliebtesten erneuerbaren Energiequellen für die Ökostrom-Erzeugung gehören Wind- und Wasserkraft. Doch auch Biomasse, Biogas, Geothermie und Photovoltaik werden gezielt eingesetzt, um „grünen Strom“ zu erzeugen. Unter den Begriff „Ökologische Stromerzeugung“ fällt auch die Nutzung von Gruben-, Deponie- und Klärgas, wobei diese streng genommen nicht zu den erneuerbaren Energien gehören. Ein weiteres, ökologisch sinnvolles Verfahren für die Stromerzeugung bieten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK). Zwar wird diese Technik hauptsächlich in Gas- und Kohlekraftwerken eingesetzt, doch sie hilft auch dabei, einen exzessiven Rohstoffverbrauch sowie klimaschädliche Emissionen zu vermeiden. Achtung: KWK-Strom gilt nur dann als Ökostrom, wenn er aus Biomasse erzeugt wird.

Wie „rein“ ist Ökostrom?

Wer zu einem Ökostrom-Anbieter wechselt, wird nicht zwangsläufig nur noch Ökostrom erhalten. Vielmehr ist der Ökostrom ein Teil des „Energiepools“, in den elektrische Energie aus verschiedenen Stromquellen eingespeist wird. Das bedeutet jedoch nicht, dass Ökostrom sinnlos ist: Je mehr Verbraucher sich für den „grünen Strom“ entscheiden, desto mehr Ökostrom wird produziert und in die Netze eingespeist. Interessant ist auch, dass Ökostrom in vielen Fällen nur unwesentlich mehr als „herkömmlicher“ Atomstrom kostet. Wichtig ist, bei der Auswahl des Ökostrom-Anbieters auf die Vertragsdetails zu achten. Aus dem Angebot sollte klar hervorgehen, wo und wie der Ökostrom erzeugt wird und welcher Anteil der Stromkosten in den Neubau von Ökostrom-Anlagen fließt.

Anerkannte Stromsiegel vergeben der TÜV sowie die Vereine „Grüner Strom Label“ und „EnergieVision e.V. (ok power)“. Wurde der Stromanbieter mit einem solchen Siegel ausgezeichnet, kann man davon ausgehen, dass der Ökostrom wichtige Kriterien erfüllt und dadurch die Energiewende unterstützt. Es gibt jedoch auch seriöse Anbieter, die kein Siegel haben. Das liegt vor allem daran, dass die Überprüfung des Stromanbieters und anschließende Vergabe eines Siegels mit hohen Kosten verbunden ist. Es lohnt sich in jedem Fall, die Vertragsbedingungen durchzulesen und auf alle wichtigen Kriterien zu achten.

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