Sparsamkeit bei der Weihnachtsbeleuchtung

Lichterkette

S. Hofschlaeger / pixelio.de

Ob Lichterketten, Lichterbögen und Leucht-Deko – zur Weihnachtszeit strahlen viele Häuser sowohl im Innen- als auch im Außenbereich mit Weihnachtsbeleuchtung. Für die meisten Menschen gehört Leuchtschmuck einfach zur Weihnachtszeit dazu, denn er sorgt für ein gemütliches Ambiente und versüßt den kalten, dunklen Winter.

Doch Leucht-Deko hat auch einen Nachteil – und zwar einen finanziellen. Dabei sind es nicht unbedingt die Anschaffungskosten, die zu finanziellen Belastungen führen. Hohe Kosten entstehen vor allem durch den gesteigerten Stromverbrauch: Auch kleine Lichter können über Wochen hinweg viel verbrauchen. In Anbetracht der hohen Energiekosten haben viele Menschen den Sparkurs eingeschlagen und verzichten dieses Jahr auf extravagante Weihnachtsbeleuchtung.

Wer in der Weihnachtszeit mit dem Auto oder der Bahn unterwegs ist, wird viele Häuser bereits aus der Ferne leuchten sehen. Große Lichterschläuche, funkelnde Leucht-Deko, blinkende Weihnachtsbäume – das „Feuerwerk der Lichter“ versetzt jeden in Weihnachtsstimmung. Doch Weihnachtsdeko ist nicht ohne: Es kommt oft vor, dass es in der Nachbarschaft Konkurrenzkämpfe wegen des Lichterschmucks gibt. Wer etwas auf sich hält, behängt sein Haus von oben bis unten mit Leucht-Deko – zumindest war es einmal so. Inzwischen ist in vielen Haushalten Sparkurs angesagt. Denn in Anbetracht der steigenden Energiekosten ist eine komplette Weihnachtsbeleuchtung nicht mehr für jeden erschwinglich.

Eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov, die im Auftrag des Ökostrom-Anbieters Lichtblick durchgeführt wurde, hat endlich Licht ins Dunkel gebracht. Demnach planen viele Haushalte, nur noch eine Lichterkette aufzuhängen und auf die klassische XXL-Beleuchtung zu verzichten. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das sechs Milliarden Lampen und somit 15 Prozent weniger als im Jahr 2012. Letztes Jahr blinkten noch sieben Milliarden Lichter – 2011 waren es sogar noch 8,5 Milliarden.

Ralph Kampwirth, der Sprecher des Energieunternehmens, ist der Meinung, dass die Sparsamkeit bei der Weihnachtsbeleuchtung an den steigenden Strompreisen liege. Die gesamte Weihnachtsbeleuchtung im Land verbrauche so viel Energie, wie eine Stadt mit 114.000 Haushalten pro Jahr benötigt. Diese Zahl ist beeindruckend und erschreckend zugleich – denn viele rechnen nicht damit, dass die kleinen Lämpchen solch große Mengen an Energie verbrauchen.

Sollten die Deutschen ihren Sparkurs weiterhin fortsetzen, könnten wir Weihnachten 2019 völlig im Dunkeln stehen – natürlich nur rein rechnerisch betrachtet. Wer nicht auf Weihnachtsdeko verzichten und dennoch Energie sparen möchte, sollte sich an zwei Tipps halten. Zuerst einmal ist es wichtig, nicht unnötig viel Leucht-Deko einzusetzen. Eine Lichterkette, ein paar Leuchtbögen und kleine Kerzen für den Tannenbaum reichen aus, um Weihnachtsstimmung zu verbreiten. Abgesehen davon lohnt es sich, LED-Leuchtschmuck zu kaufen und auf die „klassischen“ Modelle zu verzichten. Zugegeben: LED-Leuchtschmuck ist zwar in der Anschaffung etwas teurer, doch dafür hält er länger und verbraucht deutlich weniger Energie. Bei der Auswahl des Leuchtschmucks sollte man darauf achten, dass er von einem guten Hersteller stammt und mit einem Qualitätssiegel ausgezeichnet ist. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, steht einer brillanten Weihnachtszeit nichts mehr im Wege.

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