iPhone, iPad und MacBook mit Solarstrom aufladen – so funktioniert’s

Ob Smartphones oder Tablets – ein Leben ohne moderne Technik wäre nur schwer vorstellbar. Doch die innovativen Modelle sind nicht nur in der Anschaffung teuer, sondern verbrauchen auch viel Energie. Wer die Geräte den ganzen Tag lang nutzt, kommt oft mit leeren Akkus nach Hause. Anstatt Smartphones, Tablets und Co. einfach an ihr Ladegerät anzuschließen, lohnt es sich, auf erneuerbare Energien zu vertrauen. Genau das hat ein ifun-Leser getan und ist dabei zu überraschenden Ergebnissen gekommen. 

Ist es möglich, iPhones, iPads und MacBooks mit Solarstrom zu betreiben? Die Antwortet lautet: Ja. Wer sein iPhone oder iPad mit Solarstrom aufladen möchte, braucht einen passenden Solar-Akku. Auf der Webseite Changers.com wird ein Komplettset für 89 Euro angeboten, zu dem ein 4400mAh-Akku mit Laderegler gehört. Damit die „Solaranlage“ funktioniert, benötigt man zusätzlich ein 4W-Solarmodul. Der Preis liegt derzeit bei 69 Euro. Günstig ist das fertige Set nicht, doch dafür bietet es andere Vorteile. Changers.org hat in der Changers-Community ein spezielles Ranking eingerichtet: Je mehr Strom man erzeugt, desto höher steigt man in der Liste. Diese Art Wettstreit soll Smartphone-Besitzer dazu bringen, verantwortungsvoller mit Energie umzugehen.

Da sich der Changers-Akku für den direkten Anschluss von Solarpanels eignet, ist das Preis-Leistungs-Verhältnis durchaus in Ordnung. Allerdings gibt es die Solarpanels auch in günstigeren und leistungsstärkeren Ausführungen. Nach dem Test des Changers-Akku hat der ifun-Leser 30 Euro in ein 20-Watt-Solarmodul der Marke Offgrid investiert. Das Erstaunliche ist, dass das Solarmodul die gleiche Leistung erzielt wie fünf der Changers-Module. Passend dazu hat sich der Leser ein Holzgerüst gebaut und Stecker bestellt – fertig ist die DIY-Solaranlage für iPhone und iPad.

Dank der hohen Leistungsfähigkeit des Eigenbaus ist es möglich, das iPad mini und den Changers-Akku auch in der kalten, dunklen Jahreszeit komplett aufzuladen. Bei voller Leistung wird sogar so viel Strom produziert, dass der Changers-Akku die Solarleistung nicht als Eigenproduktion erkennt. Stattdessen „denkt“ der Akku, er sei am Stromnetz angeschlossen. Prinzipiell hat das keine Nachteile – bis auf die Tatsache, dass einige der Changers-Punkte verloren gehen.

Eine weitere Neuheit ist die Solarladestation für das MacBook Air. Wie Christian Engelke in seinem Blog schrieb, hat er eine Akkubox mit integriertem Solarregler gebaut (Kosten ca. 70 Euro), die er mit einem 70-Watt-Solarpanel (ca. 80 Euro) auflädt. Dadurch hat man die Möglichkeit, sein MacBook aufzuladen und gleichzeitig Energiereserven für dunkle Tage zu bilden.

Wenn man bedenkt, wie viel Energie moderne Technik verbraucht, sind die kleinen „Solaranlagen“ das Mindeste, was man für die eigene Umweltbilanz tun kann. Wer sich für Solarstrom entscheidet, wird langfristig mehr Geld sparen und gleichzeitig die Umwelt schonen. Das Basteln der Solaranlagen für Smartphone, Tablet und Notebook macht außerdem nicht nur Technik-Fans viel Spaß. Das Gefühl, selbst eine Solaranlage konstruiert zu haben, ist einfach unschlagbar. Da bleibt nur noch zu hoffen, dass auch Freunde und Bekannte Gefallen an den innovativen Ladegeräten finden.

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