EU: Stromverbraucher sollen aus den Haushalten verbannt werden

© gemenacom - Fotolia.com

© gemenacom – Fotolia.com

Noch gibt es mehr als genug Verbraucher, die der guten alten Glühbirne nachtrauern, da plant die EU schon ihren nächsten Coup: Jetzt soll es dem Staubsauger an den Kragen gehen, denn auch hierbei handelt es sich nach Brüsseler Ansicht um ein energieintensives Haushaltsgerät.

Neue Höchstwerte für Stromverbrauch

Gemäß der neuen EU-Verordnung müssen Staubsauger künftig bestimmte Voraussetzungen im Hinblick auf den Energieverbrauch erfüllen, um noch EU-weit in den Handel gelangen zu können bzw. dürfen. Das gilt übrigens auch für andere energieintensive Haushaltsgeräte wie Elektroherde und Waschmaschinen. Ab dem 1. September 2014 gilt dann: Maximal 1.600 Watt. Grund für die Regulierung: Man möchte verhindern, dass sich der europaweite Stromverbrauch von Staubsaugern verdoppelt. Im Jahr 2017 soll dann der nächste Schritt erfolgen und der Stromverbrauch auf 900 Watt begrenzt werden.

Kennzeichnungspflicht folgt ebenfalls

Darüber hinaus gibt es natürlich noch eine neue Kennzeichnungspflicht für die betroffenen Geräte. Die Kennzeichnung soll Verbrauchern Auskunft darüber geben, wie es um den Stromverbrauch des gewünschten Gerätes bestellt ist. Bekannt ist dies bereits von anderen Geräten wie Kühlschränken oder Gefriertruhen. Hier erfolgt bereits eine Klassifizierung von A (grün, geringer Verbrauch) bis G (rot, hoher Verbrauch).

Wo aber die EU reguliert, ist Kritik meist nicht weit. Herbert Reul, Seines Zeichens Chef der CDU/CSU-Abgeordneten in Brüssel, warnt vor der „Verbotswut der Kommission“ und erklärte bereits, dass man diese unbedingt bremsen müsse. Zudem gebe es derzeit weitaus wichtigeres als die Regulierung von Haushaltsgeräten.

Etwas gelassener sehen die betroffenen Unternehmen der Industrie die Situation. Hier wurden in den letzten Jahren bereits vermehrt stromsparende Modelle entwickelt und produziert, so dass der neue Maximalverbrauch kein Hindernis mehr darstellen dürfte. Auch die Deutsche Energie-Agentur begrüßt die Verordnung, da sich hiermit die Klimaziele bis 2020 besser erreichen ließen.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.