Windkraft-Förderung geht neue Wege

Förderung von Windkraftanlagen

Förderung von Windkraftanlagen
Rainer Sturm / pixelio.de

Mehr Wettbewerb: Windkraft-Förderung setzt künftig auf Ausschreibungsverfahren

Die Bundesregierung geht neue Wege in Sachen Windkraftförderung: Ab dem ersten Mai wird auf ein Ausschreibungssystem umgestellt, welches laut Branchenkennern Folgen in Form einer sinkenden Windkraftförderung haben wird.

Sinkende Förderungen für Windkraft – sinkende Kosten für Windstrom

Ab dem 1. Mai bekommen Investoren nur dann den Zuschlag für den Bau eines neuen Windparks, wenn sich ihr Angebot über Windstrom im Wettbewerb mit anderen Interessenten behaupten konnte. Gewinnen wird das Angebot, welches den günstigsten Kostenvoranschlag vorweisen kann. Viele Branchenkenner vertreten bereits die Ansicht, dass sich dadurch die Windkraft-Förderung insgesamt drastisch verringern wird.

Die Auswirkungen könnten die gesamte Ökostrom-Branche betreffen, denn die meisten Anbieter von Ökostrom setzen derzeit auf Windkraft. Experten sind der Ansicht, dass sich die Kosten von per Windkraft erzeugtem Windstrom um bis zu 50 Prozent verringern können. Nicht umsonst dürfen Verbraucher also hoffen, dass ihnen bald eine spürbare Entlastung beim Ökostrom widerfahren wird. Eine Garantie dafür, dass der Windstrom künftig günstiger wird, gibt es jedoch noch nicht.

Auch eine gegenteilige Entwicklung kann sich beim Ökostrom einstellen. Diese wäre dann auf gestiegene Netzentgelte und höhere Umlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zurückzuführen. Laut dem Vergleichsportal Verivox geht man davon aus, dass die EEG-Umlage auch in den kommenden Jahren weiter ansteigen werde und die Strompreise nur eine Richtung kennen würden: nach oben. Zumindest dürften die Beträge auf den Stromrechnungen der Verbraucher künftig langsamer ansteigen.

Gesonderte Regelung bei Windkraft-Förderung für Übergangsanlagen

Nach dem neuen EEG 2017 können auf gesetzlich vorgegebene Werte nur noch Betreiber von Anlagen zurückgreifen, die über eine installierte Leistung von bis zu 750 kW verfügen. Gleiches gilt für Pilotwindanlagen und Anlagen, die vor dem 1. Januar 2017 genehmigt und vor dem 1. Januar 2019 in Betrieb genommen wurden. Hier spricht das EEG von sogenannten Übergangsanlagen, für welche degressiv ausgestaltete Werte vorgesehen sind. Seit dem 1. Januar dieses Jahres gilt ein Anfangswert 8,38 Cent je kWh bei einem Grundwert von 4,66 Cent pro kWh. Zwischen März und August werden diese Werte Monat für Monat um 1,05 Prozent gekürzt. Ab dem 1. Oktober 2017 wird die quartalsweise Absenkung der Förderhöhe dann vom Brutto-Zubau abhängig gemacht. Der Degressionssatz kann dann zwischen 0,4 und 2,4 Prozent liegen.

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