Stromausfälle: So sorgen Sie für den Ernstfall vor

Stromausfälle: Vorkehrungen für den Ernstfall
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Das deutsche Stromnetz zählt zu den sichersten in Europa. Laut einer Statistik aus dem Jahr 2014 war jeder Stromkunde im Schnitt nur 13,1 Minuten nicht mit Strom versorgt. Trotzdem sind Stromausfälle, auch längere, nicht völlig ausgeschlossen. Lesen Sie in diesem Artikel, welche Folgen ein Stromausfall hat und welche Vorkehrungen Sie treffen können, um sich vor möglichen Schäden zu schützen.

Was alles kann bei einem Stromausfall betroffen sein?

  • Beleuchtung: Ohne Stromversorgung kein elektrisches Licht – bei Nacht bleibt es daher finster.
  • Heizung: Die Pumpen, die das Heizwasser in die Heizkörper befördern, arbeiten mit Strom.
  • Warmwasser: Auch das Wasser kann ohne Stromversorgung meist nicht erwärmt werden.
  • Trinkwasser: Fällt der Strom nur kurz aus, ist Wasser kein Thema. Längere Stromausfälle gefährden auch die Trinkwasserversorgung.
  • Ofen und Herd: Nicht nur E-Herde benötigen Strom, selbst Gasherde besitzen oft einen elektrisch betriebenen Zünder.
  • Kühlung: Ohne Strom fallen Kühl- und Gefrierschrank aus, Lebensmittel können verderben.
  • Kommunikations- und Informationsmöglichkeiten: Herkömmliche Radios und Fernseher funktionieren nicht ohne Strom, Handy und Laptop nur, solange der Akku reicht. Ist das private Modem stromabhängig, dann fällt auch das Internet aus.
  • Elektrische Geräte: Alle Geräte, die ohne Akku betrieben werden, sind durch Stromausfälle unmittelbar betroffen.

Wie schütze ich mich vor Stromausfällen?

  • Beleuchtung: Halten Sie immer eine Taschenlampe bereit, und denken Sie auch an mehrere Ersatzbatterien. Sinnvoll können kurbelbetriebene Taschenlampen sein, die ganz ohne Batterien oder Akkus funktionieren.
  • Wärme: Mit einem gasbetriebenen Heizstrahler können Sie stromunabhängig Wärme erzeugen, Sie benötigen dann aber auch einen Vorrat an Gasflaschen. Eine weitere Möglichkeit ist ein mit Holz beheizbarer Einzelofen, der aber einen Kaminanschluss voraussetzt. Warme Decken sollten in jedem Haushalt vorhanden sein.
  • Trinkwasser: Wasser ist überlebensnotwendig. Manche Experten empfehlen, Mineralwasser oder Trinkwasservorräte von 35 Liter pro Person einzulagern.
  • Lebensmittel: Vermeiden Sie es bei einem Stromausfall, Kühl- und Gefrierschränke zu öffnen. Bei geschlossener Tür bewahren die Geräte aufgrund ihrer Isolierung einige Zeit ihre Temperatur. Für längere Stromausfälle sollten Sie immer einen Vorrat an Lebensmitteln zuhause haben, die auch ungekühlt lange haltbar sind, etwa Konservendosen, Haferflocken, Knäckebrot oder gefriergetrocknete Fertiggerichte. Mit einem für Innenräume geeigneten, gasbetriebenen Campingkocher können Sie warme Mahlzeiten zubereiten.
  • Kommunikation und Information: Mit einem batteriebetriebenen Radio empfangen Sie behördliche Informationen und bleiben auf dem Laufenden. Denken Sie auch an mehrere Packungen Ersatzbatterien. Für längere Stromausfälle kann ein Radio mit Kurbelinduktion sinnvoll sein, das völlig unabhängig von der Stromversorgung funktioniert.
  • Wichtige elektrische Geräte schützen: Damit stromabhängige Geräte wie PCs, private Server, Spielekonsolen oder Fernseher durch Stromausfälle keinen Schaden erleiden, können Sie eine sogenannte unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) einsetzen. Diese Geräte liefern für einige Stunden Strom, so dass Ihnen Zeit bleibt, PC oder Server herunterzufahren und wichtige Daten zu speichern. Für Handy oder Tablet-PCs eignen sich auch sogenannte Powerbanks, mit denen Sie die Geräte einige Zeit weiter betreiben können – vorausgesetzt, die Powerbank wird regelmäßig geladen.
  • Notstromaggregate: Mit Notstromaggregaten können Sie prinzipiell auch Heizung, Beleuchtung und Kühlschrank für längere Zeit am Laufen halten. Da die Geräte mit Benzin oder Diesel arbeiten und die Abgase abgeleitet werden müssen, sind sie für Wohnungen in der Regel nicht geeignet.

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