Kühlschrank einräumen: 5 Tipps, um Energie zu sparen

Kühlschrank richtig einräumen

Kühlschrank richtig einräumen
Foto © Ralf /pixelio.de

Eine gefühlte Ewigkeit steht die Kühlschranktür offen, bevor Sie die angebrochene Käsepackung in der hintersten Ecke finden. Das kennen Sie? Doch wussten Sie auch, dass das leidige Kühlschrank-Chaos neben Ihrem Nervenkostüm auch Ihr Haushalts-Budget strapaziert? Mit den folgenden fünf Küchentipps sparen Sie Stromkosten und schaffen nebenbei wohltuende Ordnung.

1. Die feinen Unterschiede: Kühlzonen richtig nutzen

Im Kühlschrank herrscht keine einheitliche Temperatur. Da kalte Luft absinkt, ist es im unteren Kühlschrankbereich um bis zu 7° C kälter als in den oberen Zonen. Dieses Temperaturgefälle können Sie nutzen, um Lebensmittel mit unterschiedlichem Kühlbedarf optimal unterzubringen. Der Nutzen liegt auf der Hand: Leicht Verderbliches hält länger, ohne dass Sie die Kühltemperatur extra niedrig stellen müssen. Umgekehrt nimmt empfindliches Obst und Gemüse nicht durch zu tiefe Temperaturen Schaden. Was gehört nun wohin?

  • Unterste Kühlschrank Ablage: Hier fühlen sich rasch verderbliche Lebensmittel wie Fleisch, Wurst, Schinken und frischer Fisch wohl. Mangelt es im Gemüsefach an Platz, dann können Sie hier auch wenig kälteempfindliches Wintergemüse unterbringen. Am kältesten ist es im Bereich der Rückwand.
  • Mittleres Kühlschrank Fach: Die Mitte des Kühlschranks eignet sich optimal für Milchprodukte wie Joghurt, Sahne, Quark, angebrochenen Käse und Frischkäse oder vegane Ersatzprodukte wie Tofu und Sojajoghurt.
  • Oberes Kühlschrank Fach: In dieser vergleichsweise warmen Zone herrschen gute Bedingungen für Lebensmittel mit geringem Kühlbedarf. Dazu zählen originalverpackter Käse, gegarte Speisen, Fertigsalate, Konserven oder Kuchen.
  • Gemüsefach: In der abgetrennten Gemüselade ist es ebenfalls etwas wärmer – optimal zur Lagerung vieler Obst- und Gemüsesorten. Vorsicht: Südfrüchte wie Bananen und Orangen sollten nicht im Kühlschrank gelagert werden, da sie hier an Geschmack verlieren. Das Gleiche gilt für Gemüsesorten wie Tomaten, Paprika, Gurken oder Avocados.
  • Kühlschranktür: Im Türbereich werden Lebensmittel mit geringem Kühlbedarf gelagert. Dazu zählen Eier, Butter, Margarine, Marmelade, Senf und Ketchup, Saucen, Pflanzenöle, Getränke oder angebrochener Wein.

2. Klotzen statt Kleckern: Gut gefüllt ist effizienter

Viele Lebensmittel benötigen auch viel Energie zum Kühlen? Das ist ein Trugschluss. Denn sobald Sie die Türe öffnen, gelangt warme Luft in den Kühlschrank, die anschließend wieder gekühlt werden muss. Lebensmittel und Getränke hingegen speichern die Kälte und wirken damit ähnlich wie ein Kühlakku. Notfalls können Sie Leerräume mit Getränkeflaschen auffüllen.

3. Alter vor Schönheit: Neue Lebensmittel hinten einräumen

Wer neue Lebensmittel konsequent nach hinten packt, benötigt weniger Zeit, um angebrochene Packungen zu finden. Die Tür steht so weniger lang offen. Zudem behalten Sie besseren Überblick über Ihre Vorräte und verhindern, dass Lebensmittel verderben.

4. Cool bleiben: Warme Lebensmittel abkühlen lassen

Gekochte Speisen sollten vollständig abgekühlt sein, bevor sie in das Kühlgerät wandern. Warme Lebensmittel verursachen einen erhöhten Kühl- und damit Strombedarf.

5. Clever trennen: Kühlschrank ohne Gefrierfach wählen

Sie haben vor, sich ein neues Kühlgerät zulegen? Gefrierschränke sind im Vergleich zum Gefrierfach eines Kühlschranks um etwa 20 Prozent sparsamer, ein Kühlschrank ohne Gefrierfach ist daher die bessere Wahl. Im Idealfall entscheiden Sie sich für ein hoch effizientes Gerät – die oberste Liga bilden derzeit Kühlschränke der Effizienzklasse A+++.

Mit diesen fünf einfachen Küchentipps sparen Sie nicht nur Stromkosten, sondern bekommen auch das leidige Kühlschrank-Chaos in den Griff. Am besten gleich ausprobieren!

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