Intelligentes Energiesparen: Was Smart Home-Lösungen bringen

Smart Home: Intelligentes Energiesparen

Smart Home: Intelligentes Energiesparen
Foto © Lupo /pixelio.de

Verlässt man das Haus, schalten sich Heizung und Beleuchtung automatisch ab. Über eine Smartphone-App lassen sich Geschirrspüler und Waschmaschine von unterwegs steuern. Was nach technischer Spielerei klingt, könnte nach Ansicht von Experten auch zum Energiesparen im Haushalt beitragen. Wie man durch Smart Home-Lösungen effektiv Heiz- und Stromkosten senkt, lesen Sie in diesem Artikel.

Heizungssteuerung im Smart Home: Energiesparen mit Komfort

Rund 70 bis 80 Prozent der Energiekosten im Haushalt gehen auf das Konto von Heizung und Warmwasser. Nicht immer wird die Heizenergie sinnvoll eingesetzt: Oft heizt die Therme munter vor sich hin, während die Bewohner außer Haus sind oder gerade ein Fenster offen steht. Ein programmierbares Thermostat macht es möglich, die Raumtemperatur zu bestimmten Tageszeiten zu senken und rechtzeitig wieder zu erhöhen, bevor das erste Familienmitglied nach Hause kommt. Manche Systeme kontrollieren anhand der Handy-Daten, ob jemand zuhause ist, und drosseln erst dann die Temperatur, wenn der letzte Bewohner das Haus verlassen hat. Automatische Fenstersensoren sorgen dafür, dass sich die Heizung abstellt, sobald gelüftet wird. Im Sommer dagegen bleibt es dank automatischer Jalousiesteuerung angenehm kühl.

Smarte Lösungen gegen Stromfresser im Haushalt

Ob Laptop, Drucker, WLAN-Router, Fernseher oder Waschmaschine: Viele Elektrogeräte laufen im ständigen Standby-Betrieb, obwohl sie nur wenige Stunden am Tag genutzt werden. Smart Home-Lösungen helfen, dieses bekannte Problem einfach und bequem in den Griff zu bekommen. Das funktioniert beispielsweise über Funk-Wandtaster. Mit nur einem Handgriff schalten sich Radio, Spielkonsole und Beleuchtung ab, sobald man den Raum verlässt. Mithilfe von Zwischensteckern lassen sich Elektrogeräte auch aus der Ferne steuern: Diese „intelligenten“ Steckdosen werden unterwegs einfach über das Smartphone bedient, darüber hinaus kann der Nutzer kontrollieren, ob auch wirklich alle Geräte abgeschaltet sind. Es gibt auch Messstecker, die den Energieverbrauch überwachen und die Daten automatisch an das Smartphone oder den PC senden. Auf diese Weise lassen sich Stromfresser leichter identifizieren.

Photovoltaik-Anlagen smart einbinden

Besonders interessant könnten Smart Home-Lösungen für Hausbesitzer sein, die eine eigene Photovoltaik-Anlage betreiben und so selbst Strom produzieren. Werden Waschmaschine oder Wäschetrockner mit dem Solarsystem vernetzt, so lassen sie sich auch aus der Ferne gezielt dann aktivieren, wenn gerade viel Sonnenstrom produziert wird. Der Nutzer kann dabei Zeiträume definieren, so dass beispielsweise die Wäsche fertig ist, sobald man nach Hause kommt. Die exakte Zeitplanung übernimmt jedoch die smarte Gerätesteuerung. Bindet man zusätzlich noch Heim-Energiespeicher ein, dann koordiniert das Smart Home-System das Zusammenspiel von Stromerzeugung, Verbrauch und Speicherung so effektiv, dass der Nutzer möglichst wenig externe Energie zukaufen muss.

Smart Home als Chance für Mieter

Freilich: Ist das Gebäude schlecht gedämmt oder arbeitet eine veraltete Heizung ineffektiv, dann können auch Smart Home-Systeme daran nichts ändern. Die intelligenten Steuerungssysteme erlauben es lediglich, die Energiekosten unter den gegebenen Bedingungen zu optimieren. In manchen Situationen ist es aber nicht ohne Weiteres möglich, die Heizung oder Wärmedämmung zu erneuern – beispielsweise, weil man ein Haus oder eine Wohnung nur gemietet hat. Smart Home-Produkte bieten daher auch Mietern die Chance, ihre Strom- und Heizkosten effektiv zu verringern, ohne dass der Wohnkomfort darunter leidet.

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